Vollständiges Inhaltsverzeichnis:

Literatur des Sturm und Drang (1770 -1785)

geschichtlicher Hintergrund:

  • Fürstenwillkür im Absolutismus
  • Aufklärung
  • Ideologen wenden sich an die arbeitende Bev.

Dichter und Werke:

  • J.W.Goethe
    • "Willkommen und Abschied"
    • "Erlkönig"
    • "Heidenröslein"
    • "Die Leiden des jungen Werthers"
  • F.Schiller
    • "Kabale und Liebe"

Inhalt:

  • gegen Betonung des Verstandes
  • Darstellung persönlicher Erlebnisse, Gefühle und der Natur
  • kraftvolle Persönlichkeiten
  • Konflikte mit dem Absolutismus
  • Sehnsucht nach Freiheit

Formen und Sprache:

  • Naturlyrik, Kunstballade
  • Drama
  • Ablehnung literarischer Regeln (z.B.kurze heftige Szenen)
  • leidenschaftliche Sprache, Gefühlsausbrüche, Kraftausdrücke, Ich-Betonung

Friedrich Schiller "Kabale und Liebe"

Beziehung zwischen Luise und Ferdinand

Miller:

  • aufrechter Mann, bedacht auf Ehre des Hauses
  • gebunden an Moral seiner Klasse
  • eingeschüchtert von Macht
  • Heirat für ihn ausgeschlossen, da nicht standesgemäß
  • für Liebschaft ist Tochter und Name Miller zu schade

    Höre Luise-Das Bissel Bodensatz meiner Jahre, ich gäb'es hin, hättest du den Major nie gesehen. (S.12)

Frau:

  • fühlt sich geehrt
  • sieht aber nur Äußerlichkeiten, erkennt nicht die weite der Beziehung
  • Tratschtante

    Sieh doch nur erst die prächtigen Bücher an, die der Herr Major ins Haus geschafft haben. (S.6)

Wurm:

  • gegen die Beziehung aus Eifersucht, will Luise für sich

    Das freut mich, ich werde einmal eine fromme christliche Frau an ihr haben. (S.8)

Präsident:

  • toleriert die unübliche, umstandsgemäße Beziehung, aber nur solange wie er glaubt, dass seine Pläne nicht gestört werden

    Das Mädchen ist schön, sagt er, das gefällt mir an meinem Sohn, daß er Geschmack hat. (S.16)

Ansichten der Hauptfiguren

Ferdinand:

  • denkt das Liebe Zukunft hat

    Trennt uns! Woher bringst du diese Ahndung, Luise? Trennt uns? - Wer kann den Bund zwoer Herzen lösen oder die Töne eines Akkords auseinanderreißen? (S.15/ Z.:5)

  • würde alles für Beziehung tun

    Ich fürchte nichts - nichts - als die Grenzen deiner Liebe. Laß auch Hindernisse wie Gebirge zwischen uns treten, ich will sie für Treppen nehmen und drüber hin in Luises Arme fliegen. S.15/Z.:16)

Luise:

  • sehr große Liebe zu Ferdinand

    Ah ich vergaß, daß es noch außer ihm Menschen gibt... (S.12/Z.:7)

  • glaubt das Liebe in Realität keine Chance hat

    Oh, wie fürcht ich ihn diesen Vater. (S.15/Z.:15)

  • großen inneren Zwiespalt

    Der Himmel und Ferdinand reißen an meiner blutigen Seele (S.12/Z.:14)

  • Luise weiß das Liebe in Realität keine Chance hat und tröstet sich mit Träumen

    Ich will ja nur wenig an ihn denken. (S.12/Z.:27)

  • entsagt Geliebten für diese Leben, tröstet sich mit Jenseits

    Ich entsag ihm für dieses Leben. Dann, Mutter - dann, wenn die Schranken des Unterschiedes einstürzen. (S.13/Z.:22)

Politische Tendenz des Dramas

Kammerdiener-Szene (2/2)

  • kritisiert Soldatenhandel (mit Menschen wird Geld verdient)
  • entlarvt die herzogliche Politik

    Juchhe nach Amerika!

  • Hoffnung auf ein besseres Leben
  • Ironie, Einsicht, dass es keine Befreiung von feudalen Ketten gibt

    Am jüngsten Gericht sind wir wieder da.

  • bewusste Drohung
  • Aufbegehren der Opfer, die Bestraffung der Schuldigen hoffen
  • bittere Gewissheit, dass Soldaten verloren sind

"Halten zu Gnaden Szene" (2/6)

  • Regieanweisungen, die Millers Handlung verdeutlichen

    furchtsam-tritt hervor-wechselweise Wut und Angst-kommt näher-herzhafter-zieht sich sachte zurück-kommt aus dumpfer Betäubung zu sich

  • Wechsel von Aufbegehren und Ducken

    ...Ohrfeig'um Ohrfeig'...halten zu Gnaden.

  • Ausdruck des Rückzuges

    Halte zu Gnaden.Ich heiße Miller..."

  • gewohnheitsmäßig gebrauchte Redewendung

    ...den ungehobelten Gast werf ich zur Tür hinaus - Halten zu Gnaden

  • Im Zorn gesprochen, oder ironisch, Aufbegehren

    Das war nur so meine Meinung, Herr-Halten zu Gnaden.

  • Rückzug

Inhalt weiterer Szenen

3/1

  • Wurm und Präsident hecken Plan aus
  • Miller und Frau entführen
  • Luise soll Brief an Hofmarschall schreiben (Liebe zu ihm gestehen)

3/2

  • Präsident weiht Hofmarschall in Plan ein
  • Hofmarschall will zuerst nicht, lässt sich dann aber überreden

3/3

  • Präsident liest Brief und ist begeistert

3/4

  • Luise glaubt, dass die Liebe keine Chance hat
  • Ferdinand plant Flucht aus dem Land
  • Luise will nicht
  • Ferdinand glaubt sie hat einen Liebhaber

3/5

  • wundert sich über Verbleib der Eltern
  • denkt sich nichts dabei

3/6

  • Wurm sagt Luise wo Eltern sind
  • will zum Herzog gehen
  • Wurm hält sie auf und sagt ihr, wie sie es einfacher machen könnte
  • Luise schreibt Brief
  • Wurm nimmt ihn mit

Aufbau des Werkes

  1. Einleitung (Exposition) 1/1,2,3...
  2. erregende Moment 1/5,1/7
  3. ansteigende Handlung 2/2-3
  4. Höhepunkt 3/1, 3/4
  5. Umschwung(Perepetie) (3/6) 4/1-2
  6. abfallende Handlung 4/3
  7. Moment der letzten Spannung 5/7
  8. Ende (Katastrophe) 5/7,8

Weitere Aspekte kurz zusammengefasst

Inhalt Ort
gegen Standsehen Auffassungen Millers, Gespräch
gegen Kuppelei
Absichten des Präsidenten
Präsident-Wurm, Gespräche Ferd.-Luise
Verkauf von Landeskindern "Kammerdienerszene"
Moralvorstellungen des Adels Präsident-->Hofmarschall, ->Wurm -->Ferdinand
Hochnäsigkeit, Bornierheit des Adels Hofmarschall von Kalb
Mätressenwirtschaft Lady Milford
Verrat der bürgerlichen Vorstellungen Wurm
Schwatzhaftigkeit Frau Millerin
enge Glaubensbindungen Luises Geständnis

Inhaltsangabe

  • Ferdinand und Luise lieben sich
  • Vater dafür, Mutter dafür, aber Luises Vater dagegen
  • Wurm ist eifersüchtig
  • Vater möchte das Sohn Lady Milford heiratet zu Machterweiterung
  • Ferdinand möchte nicht
  • Präsident beschimpft Luise (Hure)
  • Wurm macht Vorschlag
  • Vater und Mutter von Luise entführen
  • Luise soll Brief an Hofmarschall schreiben
  • schwört Eid darauf niemandem etwas zu sagen
  • Ferdinand vergiftet sich und Luise
 

Klassik

  • eingeführt im 19.Jh. von der Literaturwissenschaft
  • von 1788/89-1805
  • Schaffen von Goethe und Schiller
  • besonderes Kunstprogramm
    • Auswertung antiker Modelle, Bildung neuer Stilelemente und hochentw. lit. Formen
  • eine größere Leserschicht, größere Anzahl der Verlagsunternehmen
  • Schriftsteller wurden unabhängig
  • Literatur hatte breitere Wirksamkeit mit künstlerischen Subjektivität de Dichters
  • Analyse der Verhaltensweisen der Menschen
  • Auseinandersetzung mit Feudalismus
  • innere Wiedersprüche der bürgerlichen Gesellschaft
  • Formen
    • Roman in verschiedenen Formen
    • Kurzprosa (Novelle)
    • neue Gestaltungsfelder in Lyrik und Dramatik
  • Goethe orientierte sich an seiner Italienreise, bezog sich auf die Antike
  • Schiller schrieb vor allem Meisterdramen
    • gestaltete historische Probleme
    • bezieht sich auf die damalige Zeit
  • es entwickelte sich Arbeitsfreundschaft
  • meinten das Literatur Veränderung des Menschen bewirkt

Ballade

  • enthält:
lyrische, sprachliche, dramatische Elemente
sprachliche Mittel Vorgang, Geschichte Dialog, Handlung
  • Subjektive Haltung wird beschrieben des Dichters, dichterische Gestaltung

Formen des Balladenurteils

  • Urteil am Ende
  • aus dem Tun und Handeln der Gestalten entnehmen
  • aus dem Ablauf der Handlung
  • durch Lösung des Konfliktes

F.Schiller "Die Bürgschaft"

1.Warum muss Damon so viele Hindernisse überwinden?Woher nimmt er die Kraft dazu? Welche Anforderung dürfte die Schwierigste sein?

  • Rauszögerung bis kurz vor Ablauf der Frist
  • möchte unbedingt Freund retten
  • könnte nicht mit Tod des Freundes leben
  • die Räuber zu besiegen, weil die in Überzahl sind

2.Wie wird der Wettlauf Damons mit der Zeit um das Leben des Freundes durch künstlerische Mittel dargestellt?

  • Personifizierung der eizelnen Orte und Handlungen

3.Wie ist der Schluss zu werten? Wie mögen die Zeitgenossen des Dichters auf den von Schiller vorgeschlagenen Schluss reagiert haben?

  • es wurde vielleicht teils mit Gelächter ihm begegnet, da sie denken das der König sich nie darauf einlassen würde

Funktionen der Ballade

  • sollten Erziehen (durch moralische und ethische Vorstellungen)
  • Ideale werden weitergegeben
  • Schillergreift in die Diskussion um die Funktion der Kunst mit der Ballade "Die Kraniche des Ibykus" ein

Die Kraniche des Ibykus

  • Exposition - 1-6
  • Konfliktsetzung - 6
  • steigende Handlung - 7-20
  • Höhepunkt - 21
  • Konfliktlösung - 22/23

Funktion und Wirkung des Chores

  • Chor verbreitet Schrecken bei Zuschauern
  • Chor verbreitet hohe Macht
  • durch Chor wird Straftat künstlerisch dargestellt
    • beeindruckt Zuschauer
  • Theateraufführung appeliert an das Gute im Menschen
    • Kunst aktiviert den Menschen und drängt ihn das Richtige zu tun
  • Kunst vermittelt Ideale

Das Menschenbild bei Goethe und Schiller

Goethe: "Das Göttliche"

Welches Menschenbild stellt Goethe dar?

  • Menschen ist Naturgesetzen unterworfen
    • hat keinen Einfluß auf sie
  • Freiheit für jeden Mensch
  • Mensch richtet über gut und böse
  • Mensch trifft Entscheidungen (wählt beste Möglichkeit aus)
  • Ode:
    • feierliches Gedicht
    • lyrisches Subjekt wendet sich an große, erhabene Gegenstände
    • häufig strenge metrische Form, ohne Reim

Biographie Friedrich Schiller

  • 1759 geboren
  • Vater ist Leutnant, früher Arzt
  • ärmliche Verhältnisse
  • Lateinschule in Ludwigsburg
  • in Karlsruhe als Soldat
  • schreibt dort heimlich Werke, Freiheitsgedichte und "Die Räuber"
  • beendet Karlsschule
    • ist jetzt Medikus bei der Armee
  • 1782:Aufführung "Die Räuber"
  • floh, weil er keine Stücke mehr schreiben durfte
  • "Fiesco"
  • geht zurück nach Thüringen
  • "Kabale und Liebe"
  • stellt Wirklichkeit so dar wie sie ist
  • wollte Nationaltheater
  • weil, wenn alle Dichter zusammenkommen = ein Staat
  • geht nach Leipzig
  • "An die Freude"
  • schlechte finantielle Verhältnisse
  • arbeitet als Geschichtsproffesor in Jena
  • 1790: Heirat
  • nach Erfurt, bricht zusammen
    • 14 Jahre Krankheit
  • 1792: Ehrenbürger der französichen Republik
  • es entwickelt sich enge Freundschaft zu Goethe
  • ab 1794: enge Zusammenarbeit zwischen den beiden
  • Glanzpunkt der deutschen Literatur
  • "Wallenstein"
  • "Jungfrau von Orleans"
  • "Wilhelm Tell"
  • 1799 in Weimar
  • 2 Kinder
  • 1805:Tod

Goethe: Prometheus

Inhalt

  • 1. Strophe an Zeus: Beschreibung de Unnutzen, kindlichen Tuns
  • 2. Strophe: Anklage an Götter
  • 3. Strophe: Prometheus reflektiert über sich selbst
  • 4. Strophe: Fragen formuliert, keine Hilfe von den Göttern-->hilft sich selbst
  • 5. Strophe an Zeus: Fragen
  • 6. Strophe an Zeus: ähnlich der 4.
  • 7. Strophe: Prometheus ist produktiv, formt Menschen ohne Hilfe von Zeus

Menschenbild:

  • neues Idealbild vom Menschen
  • Mensch gestaltet schöpferisch die Erde
  • kann Individualität ausprägen
  • kann sich in produktiver Arbeit entfalten

Biographie Johann Wolfgang Goethe

  • 1749 geboren in Frankfurt am Main
  • 1832 gestorben in Weimar
  • älteste Sohn (5 Geschwister)
  • wuchs nur mit einer Schwester auf
  • Opa hinterließ ihm ein Vermögen
  • Schulen haten keinen guten Ruf
    • wurde vom Vater unterrichtet, später Privatlehrer
  • Reit-, Fecht-, Zeichen- und Klavierunterricht
  • mit 16 beginnt er Studium
    • in Leipzig Rechtswissenschaft
  • gefiel ihm dort nicht
  • erkrankte an Tuberkulose
  • geht zurück nach Frankfurt
  • Wiederaufnahme des Studiums, aber in Straßburg
  • begann poetisch zu werden
  • hörte auch chemische und medizinische Vorträge
  • erfreute sich an Natur und Baustilen
  • trifft in Salzburg auf Herder von dem er sehr stark beeinflußt wird
  • 1771 erhielt er Zulassung als Anwalt
    • 4 Jahre tätig. 28 Prozesse
  • 1774 "Die Leiden des jungen Werthers"
  • großer Erfolg
  • wurde auch teilweise verboten
  • studiert selber das 15. / 16. Jahrhundert
    • macht Bekanntschaft mit Faust
  • Vom Herzog Einladung nach Weimar als staatspolitischen Juristen
  • 1776 wird Goethe Minister
  • Vorsitzender der Bergbaukommision
    • Interesse für Steine und Mineralien
  • Interesse an Anatomie des Menschen
    • Studium in Jena
  • entdeckt menschlichen Zwischenkieferknochen
  • 1776 richtet er sich Theater ein
    • Stücke von ihm wurden aufgeführt
  • Liebesbeziehung zu verheirateter Frau
  • 1786 - 88 Italienreise
  • Schiller bewahrte ihm vorm Veralten
  • beschäftigt sich mit Faust
  • 1806: Faust 1
  • heiratet Christiane V.
  • prägte Weltliteratur

Der historische Faust

1.Das Leben des Georg Faust

  • 1480 geboren in Knillingen
    • Museen über Faus
  • lebte ca. 60 Jahre
  • astronomisch ausgebildet
  • Magier, Wahrsager
  • Aufhalten im südlichen Raum
  • 1540 wurde er zerfetzt in Stauffen
  • schon zu Lebzeiten Legende

2.Faust in der Literatur

  • Großteil der Bevölkerung lernteihn durch Komiker kennen
  • Adel, Pfarrer usw. kauften sich das Buch
  • auch in andere Sprachen übersetzt
  • 1847:H.Heine "Der Doktor Faust"
  • 1776: Müller "Fausts Leben, dramatisiert"
  • 1791: Klinger "Fausts Leben, Taten und Höllenfahrten"
  • 1829: Grabbe "Don Juan und Faust"
  • 1862: Fischer "Faust. Der Tragödie dritter Teil"
  • 1919: Venarins "aust, ein Spiel"
  • 1947: Thomas Mann "Doktor Faustus"

3.Verwendung des Fauststoffes in der Musik

  • Faustsynphonie
  • Hector Berlioz "Fausts Verdammnis"

Goethe: Faust der Tragödie erster Teil

Vorspiel auf dem Theater

  • im Theater muß etwas besonderes passieren
    • muss Menschen gefallen
  • es sollen alle Schichten angesprochen werden
  • Menschen sollen verwirrt werden
  • Inhalt: Fantasie, Vernunft, Verstand, Empfindungen, Leidenschaft, Humor
  • Dichter muß sein Handwerk verstehen
  • es muß etwas auf Bühne passieren
  • Geschichten aus dem Alltag

"Prolog im Himmel"

  • Mephisto:
    • Überzeugung von der Sinnlosigkeit des menschlichen Daseins
  • Herr:
    • Faust wird durch seine zunehmende Naturerkenntnis und Welterfahrung zur "Klarheit" gelangen
  • Hauptfrage:Ist der Mensch entwicklungsfähig und voller Schöpferkaft?
  • Oder:Titt er sinnlos auf der Stelle und lässt sich ins Chaos führen?

Szene "Nacht"

  • In welcher Situation befindet sich Faust?
  • niederschmetternde Bilanz, Faust befindet sich in Krise
  • Absage an die Wissenschaft und ihre Methoden

    Heißer Magister, heiße Doktor gar... und sehe das wir nichts wissen können.

  • Sinnlosigkeit des bisherigen Erkenntnisstrebens, Nutzlosigkeit seines Tuns

    Da steh ich nun ich armer Tor! Und bin so klug als nie zuvor,...

  • keine Resignation, trotziges Aufbegehren

    Drum hab ich mich der Magie ergeben

    Ha!Welche... junges heiges Lebensglück.

  • überschätzt seine Möglichkeiten
  • ruft Geist

    Weh ich ertrag dich nicht!

  • erhebt sich zu Gott

    Ich Ebenbild der Gottheit!

Szene Studierzimmer

  • Der Pudel, der sich Faust während des Osterspaziergangs zu Faust gesellt hat, entpuppt sich als Mephisto.

    Das also war des Pudels Kern

  • Mephisto:

    Ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.

    Ich bin der Geist, der stets verneint! Und das mit Recht, denn alles was entsteht, ist wert, dass es zugrunde geht.

    So ist denn alles, was ihr Sünde, Zerstörung, kurz das Böse nennt, mein eigentliches Element.

Die Wettszene

Mephisto Faust
will Faust als Knecht dienen im Leben will Mephisto nach dem Tode dienen
will Faust etwas lehren, was noch niemand sah (S. 55 / unten) nimmt Angebot an (S.55/Das Drüben kann mich wenig kümmern)
bietet Leben, wenn er keine Lust mehr hat zu lernen (S.55/Werd ich zum...)

Gretchen und Faust begegnen sich auf der Straße.Wie verhalten sich beide?

Faust Gretchen
entzückt von Schönheit, etwas durcheinander, aufdringlich, liebestoll, schmeichelt ihr schüchtern, pessimistische Haltung zu sich selbst, ängstlich, schlagfertig

Faust sucht heimlich Gretchens Zimmer auf und hinterlegt ein Kästchen mit Schmuck.

  • sie ist keine teuren Sachen gewöhnt
  • spricht über alles mit ihrer Mutter
  • neugierig, bescheiden

Wodurch unterscheiden sich Faust und Gretchen?

Faust Gretchen
weltlich, sucht nach der Wahrheit (Wissenschaftler) religiös, fromm, glaubt an das, was Kirche lehrt
bürgerlicher Herkunft aus armen Verhältnissen
selbstbewußt, strebend zurückhaltend, zufrieden
gebildet ungebidet, naiv
steht mit Mephisto im Bunde sie hasst und verabscheut den Menschen neben Faust

Schildere Gretchens Schicksal

Bevor sie Faust kennen lernte, war sie zufrieden und alles war in Ordnung. Als Gretchen den Schmuck fand war sie überglücklich und stolz. Als sie Faust das Erste mal sah konnte sie nicht glauben, dass er mit ihr zusammen sein wollte. Doch später als sie sich ihm hingab wurde alles anders. Sie tötete aus Versehen ihre Mutter und ihr Bruder starb durch die Hand ihres Geliebten. Doch das Schlimmste für sie war, dass sie Schwanger wurde und so von der Gesellschaft verspottet und ausgestoßen wurde.Außerdem musste sie ihr Kind töten, da sie weder eine Familie noch Geld hatte.

Zum Schluss wartet Gretchen im Kerker auf ihre Hinrichtung. Faust will sie retten, aber sie möchte nicht mitgehen.

Gericht Gottes! Dir hab ich mich übergeben!...

Mephisto: Sie ist gerichtet.

Stimme von oben: Ist gerettet.

Warum läßt sich Gretchen von Faust nicht retten?

  • ist sich schuld bewusst ; weiß, dass sie bestraft werden muss
  • will sich Gericht Gottes stellen
  • Faust liebt sie nicht mehr
  • Mephist würde immer dabei sein
  • abhängig von Faust
  • immer auf Flucht sein
  • Gewissen würde sie immer verfolgen, schwer sich neue Zukunft aufzubauen

Aufbau der Gretchenhandlung

1. Stufe

  • 1.Begegnung auf der Straße
  • Faust bewegt sich unter Einfluß des Trankes
  • ist auf Befriedigung seiner sinnlichen Begierde aus

2. Stufe

  • Gartenszene
  • Entstehung einer echten Liebe

3. Stufe

  • Gretchen gibt sich Faust vor Ehe hin ; Hoffnung auf Heirat

4. Stufe

  • Folgen der Hingabe Gretchens (gefallenes Mädchen)

letzte Stufe

  • eingeleitet durch Walpurgisnacht
  • Gretchen wird von der weltlichen und geistlichen Meinung gestraft

Ausgang der Wette

Mephisto ist es nicht gelungen Faust zu höchsten genüssen zu führen.

Im zweiten Teil des "Faust", kommt der immerstrebende Mensch Doktor Faust zu der Erkenntnis, dass das eigentliche Glück der Menschen in der Tätigkeit liegt.

Das ist der Weisheit letzter Schluß: Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, der täglich sie erobern muß. Und so verbringt, umrungen von Gefahr, hier Kindheit, Mann und Greis sein tüchtig Jahr. Solch ein Gewimmel möcht ich sehn, auf freiem Grund mit freiem Volke stehn.